Fallstudien

Ein teurer Sprung

9 Mar 2021

Pogy ist ein Mischlings-Straßenhund, der aus Rumänien gerettet wurde und in ein neues Zuhause gebracht wurde. Er ließ sich sehr schnell in seinem neuen Zuhause nieder, das er mit einem anderen Rettungshund teilte – einem Bearded Collie.

Kurz nach seiner Ankunft wurden die beiden zusammen im Haus gelassen, während ihre Besitzerin einen Nachbarn besuchte. Pogy nutzte die Gelegenheit für ein Abenteuer!! Irgendwie gelang es ihm, über das Sicherheitstor zu springen, die Treppe hinaufzusteigen, eine Schlafzimmertür aufzuschieben und dann aus einer Höhe von über 4,50 Meter aus dem Schlafzimmerfenster auf einen gepflasterten Bereich zu springen.

Zum Glück waren die Nachbarn draußen und hörten seine Schreie. Sie kontaktierten die Besitzerin, die sofort zurückkam und den armen Pogy draußen auf dem Boden wimmern sah. Es dauerte ein paar Minuten, bis sie merkte, was passiert war, aber es war offensichtlich, dass der Hund schwer verletzt war und sie brachte ihn direkt zum Tierarzt.

Pogy musste über Nacht dableiben und es wurden Röntgenaufnahmen gemacht. Er hatte komplizierte Frakturen am Hinterbein und der Tierarzt sagte, dass er in einem spezialisierten Fachüberweisungszentrum an einen Orthopäden überwiesen werden sollte.

Nach weiteren Röntgenaufnahmen und einer Computertomographie (CT) wurde bei Pogy eine schwere Segmentfraktur des linken Femurs (Oberschenkelknochen) diagnostiziert. Eine der Bruchlinien erstreckte sich sehr nahe am Hüftgelenk und bedeutete somit, dass das Platzieren einer Schraube nicht praktikabel war. Daher verwendete der Chirurg eine Verriegelungsplatte, eine neue Innovation in der Veterinärorthopädie.

Zum Glück erholte sich Pogy sehr gut von dieser komplexen Operation und durfte einige Tage später nach Hause. Er musste jedoch für die nächsten 7 Wochen in seinem Käfig bleiben.

Pogy hat hervorragende Fortschritte gemacht und darf nun wieder lange Spaziergänge an der Leine machen und frei im Garten laufen. Neben der herausragenden tierärztlichen Versorgung geht ein Großteil des Verdienstes an seine Besitzerin, die die genauen Anweisungen für die postoperative Versorgung befolgt hat. Obwohl die Geschichte ein Happy End hat, war es eine sehr besorgniserregende Zeit für sie. Mit einer Tierarztrechnung von über 6.000 Euro war sie äußerst erleichtert, dass sie nur einen geringen Selbstbehalt zahlen musste, und die überwiegende Mehrheit durch ihre Haustierversicherung übernommen und bezahlt wurde.